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Verfasst am: 22.06.2009 [14:41]
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boardfan
Themenersteller
Dabei seit: 18.02.2008
Beiträge: 6
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Gegner der interaktiven Whiteboards werfen dem Medium eine zunehmende Lehrerzentriertheit und einen damit verbundenen Frontalunterricht vor. Doch letztendlich hängt dies ganz und allein von der Methodik und Didaktik des einzelnen Lehrers ab, wie der die digitale Tafel in seinen Unterricht einbaut und damit arbeitet und arbeiten lässt. Und wer vorher immer an der Tafel stand und lehrerzentriert gearbeitet hat, wird sich wegen eines interaktiven Whiteboards auch nicht von heute auf morgen ändern.
Was meint ihr dazu?
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Verfasst am: 09.07.2009 [21:47]
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bookworm66
Dabei seit: 09.07.2009
Beiträge: 2
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Das sehe ich auch so.
Andererseits bietet ein Whiteboard einfach aufgrund der ganzen Bandbreite seiner Möglichkeiten jede Menge "Verführungspotenzial" zum frontalen oder besser gesagt boardzentrierten Unterricht. Viele der Einheiten, die man im Netz zum Runterladen findet, gehen auch genau in diese Richtung. Wer also will, kann seine Klasse fraglos mit vielen bunten Bildchen und wenig Inhalt durch die Stunde bringen. Nur -- haben diese Kollegen vorher besseren Unterricht gegeben? Ich glaube nicht. Wie boardfan sagt, es kommt immer auf die entsprechende Lehrperson an.
Im Übrigen kann meines Erachtens ein Whiteboard sein volles Potenzial sowieso erst in einem vernetzten Klassenzimmer ausspielen -- und das macht die Verbindung von schülerzentriertem Arbeiten und dem Einsatz eines Whiteboards wesentlich einfacher.
Wenn alle Schüler z.B. ihre Notebook-Software auf dem PC haben und damit individuell arbeiten können, wird das Whiteboard eben nicht nur zur Lehrerpräsentation oder zum Frontalunterricht genutzt, sondern ist nur noch Präsentationshilfsmittel für die einzelnen Gruppen bzw. Hilfsmittel für das Zusammenstellen und Bündeln der einzelnen Ergebnissen. Was vorher mühsam mit OHP, dreckigen Fingern und vielen Folien lief, kann man nun bequem am Whiteboard zusammenstellen, ggf. korrigieren und zu einem Endergebnis bündeln.
Fazit: Eine gute IT-Infrastruktur hilft sicher, aber letztendlich bestimme ich als Lehrperson, wie frontal oder wie schülerzentriert ich unterrichte -- und zwar unabhängig von den medien, die ich einsetze.
Was meint ihr?
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Verfasst am: 14.01.2010 [20:26]
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pop146
Dabei seit: 15.12.2008
Beiträge: 1
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Ich habe seit Januar 2008 ein Interwrite-Board als Pylonentafelausführung mit Kreideflügeln in meinem Klassenzimmer im Einsatz und empfinde dies als eine enorme Bereicherung des Unterrichts. Äußerst positiv ist dabei, dass auch Fremdsoftware ohne Probleme mit dem Board funktioniert. Ich muss aber den Betreibern der myBoard Seite zustimmen, dass es kaum fertige Tafelbilder für den schnellen Einsatz am Board gibt und die didaktische Schulung nicht gegeben ist. Wer aber gut Freund im Umgang mit dem Computer ist, findet immer wieder Anregungen und Lernprogramme, Animationen und Videoclips, die sich hervorragend für den Einsatz eignen. Leider sind die Vorlagen und Hilfen bei Interwrite wie auch Promethean größtenteils nur auf englisch.
Lässt man verstärkt Schüler ran, motiviert allein schon das Medium. In Verbindung mit einem Scanner und entsprechenden Vorlagen, eignet es sich auch hervorragend in Erarbeitungs-, Sicherungs- und Präsenationsphasen. Scanvorlagen können jederzeit mit dem schlanken Programm "Easy Whiteboard" beschriftet werden.
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Verfasst am: 28.07.2010 [22:08]
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tmxmaster
Dabei seit: 10.10.2009
Beiträge: 2
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pop146 schrieb:
... In Verbindung mit einem Scanner und entsprechenden Vorlagen, eignet es sich auch hervorragend in Erarbeitungs-, Sicherungs- und Präsenationsphasen....
Ich evaluieren gerade 3 Unterrichtseinheiten, die ich mit dem IWB in der Berufsschule Elektrotechnik durchgeführt habe (1. Ausbildungsjahr). Der zitierte Punkt ist genau das Vorgehen, was mir und den SuS bisher gefehlt hat.
Ich will im neuen Schuljahr mal eine Dokumentenkamera benutzen und die Software an die SuS verteilen, um Präsentationen am IWB zu forcieren. Ich denke wenn der Medienbruch zwischen analogen Zwischenergebnissen und dem IWB aufgehoben werden kann, und wenn die SuS Geschmack an den Möglichkeiten der Software finden, kann ein weiterer großer Schritt getan werden, um das Makel des lehrerzentrierten Arbeitsmittels abzustreifen.
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Verfasst am: 03.03.2011 [18:48]
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DavinaF
Dabei seit: 03.03.2011
Beiträge: 3
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Ich stimme pop146 zu. Es gibt momentan noch relativ wenige fertige Tafelbilder, wobei die Schulbuchverlage schon ordentlich dabei sind, etwas daran zu ändern. Es stellt sich aber meines Erachtens die Frage, was denn von diesen Tafelbildern erwartet wird?
Das Besondere an den IWB ist das Interaktive. Man Objekte vergrößern, verkleiner, verschieben - das gesamte Tafelbild wird dynamisch. Wenn es jedoch zu dynamisch wird, besteht wieder die große Gefahr der Lehrer- bzw. IWB-Zentrierung, oder?
Hat man einfache "Tafelbilder", erscheinen sie einem wieder zu langweilig und zu wenig spektakulär, oder wie?
Ich schreibe momentan meine Examensarbeit über den Einsatz von IWB im Französischunterricht und da sieht es derzeit noch sehr mau aus. Auch hier im Forum. In Gesprächen mit Fremdsprachenlehrern kam auch häufig das Argument, es fehle an fertigen Materialien.
Ich glaube allerdings, es liegt nicht an den fehlenden Materialien, sondern an den Ideen, wie man das Board effektiv einsetzt. Es mangelt den meisten Lehrkräften derzeit noch an Medienkompetenz und Methodik für den erfolgreichen Einsatz der IWB.
Oder was denkt ihr?
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Verfasst am: 24.03.2011 [17:55]
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Oldyman
Dabei seit: 24.03.2011
Beiträge: 5
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Vielen Dingen kann man zustimmen. Meine Meinung ist ebenfalls, das dieses Medium die Schüler mehr aktiviert auch mal an der Tafel etwas zu tun. Das es wenige Tafelbilder gibt finde ich nicht so tragisch, ein Lehrer hat sich ja auch sonst über seine Tafelbilder gedanken machen müssen. Wir haben die Panaboards. Dazu gibt es unter anderem einen Schullizenz für alle Lehrkräfte der Software "MasterTool". Mit dieser Software ist das erstellen von den verschiedensten Tafelbildern, Übungen etc. sehr einfach. Diese Software kann auch für alle anderen Boards eingesezut werden.
Ein weiter Vortieil, den ich sehe ist, das man an jedem Ort eben diese vorbereiten kann und dann entsprechend ergänzen kann. Positiv sehe ich auch, das das geschriebene eben nicht "abgwischt" wird. Als Lehrer habe ich eben auch Studen später noch die entsprechenden Vorlagen mit Ergänzunge zur Verfügung.
Kritisch sehe ich, das es viele Schulen gibt, an denen die Tafeln einfach hingestellt werden und die Lehrer somit "im Regen" stehen gelassen werden.
Wir haben zur Zeit 2 dieser Tafeln bekommen und 75% der Lehrkräfte wollen eine Schulung haben. Diese Weiterbildung wird gerade von mir vorbereitet. Viele Lehrkräfte sehen halt noch nicht die Möglichkeiten, die so ein Board bietet.
Ich glaube viele denken auch sie sparen damit Zeit, aber ich stehe auf dem Standpunkt am Anfang muss man mehr Zeit investieren und sich halt auf vile neue Methoden einstellen. Ich stimme damit eigentlich der Aussage:
"Ich glaube allerdings, es liegt nicht an den fehlenden Materialien, sondern an den Ideen, wie man das Board effektiv einsetzt. Es mangelt den meisten Lehrkräften derzeit noch an Medienkompetenz und Methodik für den erfolgreichen Einsatz der IWB. "
voll zu.
Gruß
Oldy
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 24.03.2011 um 18:02.]
Das ich lebe, ist nicht nötig.
wohl aber, daß ich tätig bin
- Friedrich der Große -
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Verfasst am: 04.07.2011 [21:35]
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ABohn
Dabei seit: 17.12.2009
Beiträge: 6
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Hallo zusammen,
man wächst mit seinen Aufgaben. In den ersten Monaten habe ich hauptsächlich die einfachen Schreibfunktionen benutzt, Bilder und Videos gezeigt oder mal in ein Bild hinein gezeichnet. Alles meist lehrerzentriert-ja. Anfänger eben.
Mit der zunehmenden Sicherheit kamen die Ideen. Immer öfter habe ich die auch Tools von Smarttech umgesetzt, die auf der Youtube-Plattform gezeigt werden. Dann habe ich bald eigene Ideen entwickelt und inzwischen gibt es ganze Stoffeinheiten, die ich entwickeln konnte. Ich nehme dann an der Seite oder hinten Platz, steuere die Tafel mit der Funkmaus oder überlasse das ganz den Schülern. Die mögen es sehr gerne, sind motiviert dabei, wissen aber auch, dass es Stunden gibt, in denen die Tafel aus bleibt.
Wir haben einen ziemlich anstrengenden Job und quasi nebenbei ein so komplexes Medium beherrschen lernen, ist eben mit dem Zeitfaktor verbunden.
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