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Basisinformationen - Was ist ein interaktives Whiteboard?

Moderne Unterrichtsmedien: interaktive Whiteboards
Moderne Unterrichtsmedien: interaktive Whiteboards bzw. digitale Tafeln

Ein interaktives Whiteboard - oder eine "digitale Tafel“ - ist eine elektronische Projektionswand bzw. eine Weißwandtafel, die in Verbindung mit einem Computer und einem Projektor/Beamer funktioniert. Seit einigen Jahren werden verstärkt sogenannte Touch Boards, Touch Panels oder Touch Displays im Unterricht eingesetzt. Dabei wird kein Projektor benötigt. Es handelt sich dabei um ein großes Display, ähnlich einem Fernseher, mit Touch Funktion. Zahlreiche Anschlussmöglichkeiten für unterschiedliche Bildquellen sind dabei vorhanden. Die Vorteile dieses Unterrichtsmediums liegen auf der Hand:

Mehr Motivation und Interaktion

Bessere Präsentationsmöglichkeiten von Unterrichtsinhalten, ein hohes Maß an Motivation und eine Vielzahl von Interaktionsmöglichkeiten für Schüler, viel Spaß beim Unterrichten und Vorteile für den Lehrer beim Vorbereiten und Speichern der Unterrichtsinhalte bietet das Medium. Letztendlich können mit Hilfe von interaktiven Whiteboards im Touch Displays alle Medien wie Text, Grafik, Bilder, Animationen, Töne und Filme präsentiert werden. Aktuelle Studien zeigen, dass Schüler durch den Einsatz von digitalen Tafeln besser motiviert und auch positivere Lernergebnisse erzielt werden können.

 

Aktuelle Studien zeigen, dass Schüler durch den Einsatz von digitalen Tafeln bzw. Touch Displays besser motiviert und auch positivere Lernergebnisse erzielt werden können. Dies gilt besonders in der Grundschule. Bei Grundschülern ist die Augen-Hand-Koordination des Lehrers sehr wichtig.

 

Noch zu wenig fertiges Unterrichtsmaterial

Derzeit fällt es bei der Menge von Angeboten schwer, das richtige Bildmaterial für den Unterricht zu finden. Noch zu wenig fertiges Stundenmaterial von Seiten der Verlage und interaktive Übungen, welche direkt im Unterricht eingesetzt oder als Grundlage verwendet werden können, sind für den deutschen Markt erhältlich. Auch die Verlage zeigen sich diesbezüglich bis jetzt noch eher zurückhaltend und abwartend. Lehrer setzen bereits gerne interaktive Übungen ein, die sie online wie z.B. über Learning Apps (www.learningapps.org) erstellen können.

Moderne Unterrichtsmedien: interaktive Whiteboards

Aus diesem Grund wurde myBoard ins Leben gerufen - das Internetportal rund um das Thema interaktive Whiteboards und Unterrichtsmaterialien für interaktive Whiteboards. Hier finden Lehrer Hintergrundinforamtionen, Hilfen und teilweise Materialien für ihren Unterricht. myBoard versteht sich als die deutschsprachige Informationszentrale rund um das Thema interaktivität im Klassenzimmer und Seminarraum. Dazu gehören sowohl interaktive Whiteboards, Touch Displays als auch der Einsatz von Tablets.

Über den Beamer auf das interaktive Whiteboard

Grundsätzlicher Aufbau: PC, Beamer, Whiteboard
Grundsätzlicher Aufbau: PC, Beamer, Whiteboard

Die interaktiven Whiteboards bzw. Touchboards haben je nach Hersteller unterschiedliche Maße zwischen 240cm x 95 cm und 126 cm x 48 cm (48, 64 oder 77 Zoll). Die Standardgröße liegt derzeit bei 85-86 Zoll. Die Oberflächen der interaktiven Whiteboards sind abhängig von der jeweiligen Boardtechnologie. Auf der Oberfläche des interaktiven Whiteboards kann wie auf einer herkömmlichen Tafel gearbeitet werden, mit dem Unterschied, dass das erstellte Tafelbild digital ist, ggfs. über einen Beamer auf dem Board eingeblendet und über eine Software gesteuert wird. Die Verbindung zwischen Board und Computer wird über standardmäßig USB hergestellt. Alles, was auf dem Computermonitor dargestellt bzw. bearbeitet werden kann bzw. jede Computeranwendung lässt sich über das interaktive Whiteboard zeigen und bedienen. Grundsätzlich werden vier verschiedene Technologien für interaktive Whiteboards unterschieden und angeboten:

Mit Stift, Finger oder über das Tablet

Über den Computer werden die an der Boardoberfläche mit einem speziellen kabellosen Stift oder per Fingerdruck oder einer Fingerposition eingegebenen Daten transformiert und das errechnete Bild unmittelbar und ggfs. über einen Beamer auf die Boardoberfläche oder direkt am Touch Display projiziert bzw. gezeigt. Dadurch entsteht der Eindruck eines unverzögerten realen Tafelbildes. Diese digitalen Tafelbilder können abgespeichert und bei Bedarf immer wieder aufgerufen werden. Die Dateneingabe kann aber auch direkt am Computer/Laptop oder über ein Tablet oder einen Tablet-PC erfolgen. Das Tablet ist vereinfacht gesagt ein interaktives Whiteboard in ca. DIN A4 Format oder auch kleiner. Es ermöglicht dem Lehrer sich im Raum frei zu bewegen während der Eingaben am Whiteboard tätigen kann ohne davor stehen zu müssen. Es ersetzt somit das interaktive Whiteboard als Eingabefläche. Vorteil gegenüber der Eingabe mit der Maus am PC ist, dass das Tablet frei bewegbar ist. Zur Übertragung der Inhalte vom Tablet auf den Projektor oder das Touch Display sind spezielle Empfangsgeräte nötig. Bei einem iPad z.B. ist ein sog. Apple TV nötig. Einige Touch Displays haben bereits unterschiedliche Empfangsmöglichkeiten wie z.b. AirPlay für iPads eingebaut aber z.B. Miracast oder andere Technologien für Android und Windows Tablets.

Fest oder fahrbar

Interaktive Whiteboards und Touch Displays werden als fahrbare Tafeln oder zur festen Wandmontage mit Höhenverstellung. Interaktive Whiteboards mit Projektoren haben sog. Ultrakurzsdistanzbeamer montiert. Es gibt auch sog. interaktive Beamer, bei denen die Technologie nicht im bzw. auf dem Whiteboard liegt, sondern im Beamer verbaut ist. Mit einem besonderen Stift können dann die herkömmlichen Whiteboardoberflächen bedient werden. Einige dieser Beamer haben auch eine Whiteboard Software integriert, so dass der Projektor ohne PC direkt als Tafel nach dem Einschalten genutzt werden kann.

Zudem gibt es Empfangsgeräte, die an einem herkömmlichen Whiteboard direkt oberhalb der Tafel zusätzlich zum Projektor verbaut werden. Auch hier wir das interaktive Whiteboard dann mit einem besonderen Stift oder mit den Fingern bedient. Vorteil hierbei ist, dass herkömmliche, magnetische Whiteboards als Oberfläche genutzt werden können.

Es hat sich gezeigt, dass mehr und mehr Touch Displays eingesetzt werden. Hierfür sprechen die optimale Darstellung, die einfache Handhabe und die geräuschlose Nutzung. Zudem ist alles in einem Gerät verbaut. Einige Touch Displays werden mit einem bereits integrierten PC angeboten, der individuell konfiguriert werden kann. Für Touch Displays spricht auch, dass in den Displays bereits gute Lautsprechersystem verbaut sind und somit zusätzliche Boxen in der Regel nicht notwendig sind. Zudem sind zahlreiche Anschlussmöglichkeiten für unterschiedliche Bild- und Audioquellen vorhanden.

 

Jedem Board seine Software

Touch Displays werden zusätzlich fast alle mit einer „on board“ Software angeboten. Mit anderen Worten, ein kleiner Android-PC sorgt dafür, ohne dass ein Windows-PC hochgefahren werden muss, dass der Anwender mit einer rudimentären Whiteboard-Software direkt nach dem Einschalten des Displays damit arbeiten kann. Dies Anwendung ist allerdings nur für den schnellen Einsatz gedacht. Verschiedene Zusatzoptionen werden von den Herstellern dazu angeboten.

Jeder Boardhersteller liefert mit seinem interaktiven Whiteboard zudem eine entsprechende Boardsoftware aus, die für den Unterrichts- und Seminareinsatz genutzt werden kann. Eine Vielzahl von Interaktionsmöglichkeiten sind über die speziell für den pädagogischen Bedarf entwickelten Softwarepakete möglich. Zudem werden mit der jeweiligen Boardsoftware umfangreiche Bildergalerien und fertige Animationen mitgeliefert. Die Seiten und Animationsinhalte lassen sich speichern und jederzeit im Unterricht wieder aufrufen und bearbeiten.