Sep30

LWV stattet seine Förderschulen mit über 250 Whiteboards aus

Alter: 2 Jahre

(PM) Der LWV stattet seine Schulen im Rahmen eines Technologieplans in den kommenden fünf Jahren mit über 250 interaktiven Whiteboards aus. Aktuell wurden für zehn LWV-Schulen 32 Whiteboards beschafft: Den Anstoß gab das Sonderinvestitionsprogramm des Landes. „Die Whiteboards ermöglichen ein effektiveres und besseres Lernen im Förderschulbereich“, erläuterte Beigeordneter Dr. Peter Barkey, zuständig für die Förderschulen beim LWV, bei der offiziellen Vorstellung der Whiteboards in der Hermann-Schafft-Schule in Homberg (Efze). „Im Vergleich zu einer Kreidetafel können mit den Whiteboards behinderungsbedingte Probleme besser ausgeglichen werden. Zudem können die Schüler gut motiviert werden und haben mehr Spaß am Lernen.“ Die Hermann-Schafft-Schule ist eine Schule für hörgeschädigte und sehbehinderte Kinder und Jugendliche.

Die 32 Whiteboards verteilen sich auf fünf Schulen für Hörgeschädigte und Sehbehinderte, drei Schulen für Erziehungshilfe und Kranke sowie zwei Schulen für Kranke an Vitos-Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 117.049 Euro. 102.000 Euro kamen aus dem Sonderinvestionsprogramm des Landes Hessen. Zukünftig sollen in allen Klassen- und Fachräumen sowie in einigen Lehrerräumen Whiteboards installiert werden. Die Anschaffung wird dann aus Mitteln der Schulbaupauschale finanziert.

Die interaktiven Whiteboards sind besonders für die pädagogische Arbeit mit sinnesgeschädigten Schülern und deren Förderung geeignet. Vorteile für sehbehinderte Schüler: Texte können zum Beispiel vergrößert und so an die Sehstärke der Schüler angepasst oder der Farbkontrast kann verändert werden. Das ermöglicht allen Schülern, gemeinsam am Unterricht teilzunehmen und nicht mehr einzeln mit Tafellesekameras zu arbeiten. Zugleich wird die Medienkompetenz verbessert.

Die Vorteile der Whiteboards für die Arbeit mit hörgeschädigten Kindern liegen auf der Hand: die Unterrichtsinhalte können ständig visualisiert werden. So können alle Tafelbilder und Begriffserklärungen als Skizzen mit einem einfachen Klick immer wieder sichtbar gemacht werden. Diese einfache Visualisierung fördert den Lernprozess der hörgeschädigten Kinder.

Bei einem interaktiven Whiteboard handelt es sich um eine weiße Tafel, auf die ein Beamer den Bildschirm eines angeschlossenen Computers projiziert. Dieser Computer kann über die Tafel wie ein Touchscreen bedient werden, um so auf Programme, zum Beispiel Microsoft Word oder Internet Explorer zugreifen zu können. An die Tafel kann mit besonderen Stiften oder über eine herkömmliche PC-Tastatur geschrieben werden. Handschriftliche Notizen, Zahlen und Formeln auf der Tafel können problemlos über Schrifterkennung in digitale Texte umgewandelt werden. Objekte wie Bilder, Filme, geometrische Formen, Tafelhintergründe (Notenlinien, Rechenkaros), sowie Texte oder Screenshots von Internetseiten können im Tafelbild integriert werden. Alle Objekte können verschoben, gedreht, vergrößert, verkleinert oder in anderer Weise modifiziert und bearbeitet werden. Sämtliche Materialien, die während des Unterrichts erstellt wurden, können in den gängigen Formaten, zum Beispiel als pdf-Datei, abgespeichert und per E-Mail an die Schüler versandt werden.

Jedes Whiteboard kostet zwischen 2.800 und 3.500 Euro. Enthalten sind der Beamer und das Zubehör. Hinzu kommen noch PC oder Laptop und gegebenenfalls behindertengerechtes Sonderzubehör.

Konktakt:

Elke Bockhorst
Telefon: 0561 1004-2213
elke.bockhorst(at)lwv-hessen.de


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