Jul20
Repräsentative forsa-Umfrage
(PM) Sozialkompetenz mangelhaft Bundesbürger verteilen schlechte Noten für die Vermittlung von Sozialkompetenz, Methodik und IT-Kenntnissen an der Schule
Die Bundesbürger beurteilen die Vermittlung von sozialen Kompetenzen an deutschen Schulen weitgehend mit mangelhaft. Auch für die Bereiche Methodik und Medien/IT werden keine guten Noten erteilt. Dies ergab eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des bayerischen Internatsgymnasiums Schloss Neubeuern unter 1.000 Deutschen.
Auf die Frage, welche "weichen Faktoren" am wenigsten vermittelt werden, sehen 48% Sozialkompetenzen am meisten vernachlässigt, 30% Methodik und 18% Kenntnisse bei Medien und IT. Internatsleiter Jörg Müller fasst zusammen: "In der heutigen vernetzten Welt sind alle drei untrennbar miteinander verwoben." Gerade angesichts der zunehmenden Verlagerung sozialer Kontakte ins Internet müsse die Schule eingreifen: Es gelte, verstärkt Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Rhetorik als Vorbereitung auf die reale Welt, aber auch den verantwortungsbewussten Umgang mit den neuen Medien zu vermitteln. "Insbesondere die Bedeutung von Medien- und IT-Kenntnissen hat in den vergangenen Jahren rasant zugenommen und wird durch die Digitalisierung von Beruf und Alltag weiter steigen", so Müller, dessen Einrichtung seit zwei Jahren ab der neunten Jahrgangsstufe komplett auf computergestützten Unterricht setzt. Die Studie zeigt, dass die jungen Menschen selbst die Defizite sehen: In der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen ist der Anteil derjenigen, die die ungenügende Vorbereitung auf die digitalisierte Ausbildungs-, Studiums- und Berufswelt monieren, mit 27% besonders groß.
Die Deutschen wünschen sich an Schulen vor allem besser für neue Medien ausgebildete Lehrkräfte (80%), besser geeignete Software (60%) bzw. elektronische Lernmaterialien (54%), mehr EDV-Profis (59%) und - in möglichst allen Schulstunden - Computer (55%). Die Mehrheit (48%) plädiert dabei für einheitliche, schuleigene Computer, 19% sagen, die Schüler sollten eigene Geräte mitbringen. Den bloßen verstärkten Einsatz von interaktiven Tafeln ("Whiteboards") fordern nur 38%.
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Florian Bergmann
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