Jun26
Schwarze Tafel verschwindet - SMART Board kommt rein
Aldenhoven. «Wer schaltet nicht gerne erwartungsvoll seinen neuen Computer an!?» Peter Schmitz darf sich sogar über einen komplexen Medienraum mit einem «Smart-Board» freuen. Die Freude teilt der Rektor der Käthe-Kollwitz-Realschule nicht nur mit seinen Lehrern sondern auch mit seinen Schülern.
15 Millionen Menschen nutzen weltweit bereits das interaktive Unterrichtsmittel, das die herkömmliche schwarze Tafel auf Dauer aus den Klassen verbannen wird. In der Klasse 5 b unterrichtet Lehrer Fritz Trampe Erdkunde, Mathematik und Physik: «Für den zukunftsweisenden Unterricht ist die Anschaffung zwingend notwendig.»
In der Tat - die einfache Bedienung des «White Boards», der weißen Tafel, und die Vielfalt an Möglichkeiten vermögen jeden Nutzer zu motivieren. In Verbindung mit einem PC, einem Beamer funktioniert das System als riesiger Computerbildschirm, der von Lehrern sowie Lernenden einfach per Berührungen bedient werden kann. Die Finger dienen dabei als Maus oder Stift. Nahezu alle Computeranwendungen lassen sich gleichermaßen bedienen wie Dateien öffnen.
Es liegt auf der Hand, dass der Unterricht attraktiver, handlungsorientierter und anschaulicher wird. «Die Schüler und Schülerinnen erfahren schnell, selbstständig zu lernen und genauer nach Neigung zu arbeiten», erläuterte Schulleiter Schmitz.
Nichts scheint unmöglich bei der weißen Zaubertafel: Präsentation von Gruppenarbeiten, Schülervorträgen, Erstellen von Diagrammen oder Darstellung von Internet-Recherchen. Das Smart-Board ist in der Lage, Handgeschriebenes nicht nur zu erkennen, sondern in Druckschrift umzuwandeln. Sogar im Schulfach Sport ist es anwendbar, indem zum Beispiel Schlagtechniken im Tennis per Videosequenzen analysiert werden - vom Smart-Board auf die einzelnen PC-Monitore projiziert oder umgekehrt.
Peter Schmitz dankte der Gemeinde Aldenhoven für die einstimmige Unterstützung. Damit die Kosten gestemmt werden können, hatte die Realschule aber schon ein Budget angespart. Die Anschaffungskosten von 15000 Euro beinhalten allerdings desgleichen adäquates Mobiliar und die Erweiterung der Informatikräumlichkeit.
«Wir haben der Gemeinde zudem das Mint-Konzept (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) vorgestellt», zeigte sich der Rektor angetan von der Zusage. Mint-EC nimmt ausgewählte Schulen in ein Netzwerk für die mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer auf. Dabei werden konstruktive Entfaltungsmöglichkeiten entwickelt. Ein Auswahlverfahren findet nach schriftlicher Bewerbung statt.
«Unsere neue Ausstattung ist da Voraussetzung. Ohne diese brauchen wir uns gar nicht zu bewerben», weiß Pädagoge Trampe. Im positiven Fall wäre die Käthe Kollwitz Schule die erste Mint-Realschule im Kreis Düren.
Trotz noch einiger fehlender elektronischer Geräte scheinen die Fünftklässler jedoch schon begeistert von den medialen Unterrichtsmitteln zu sein. Einige bringen das Lernen per Smart-Board auf den Punkt: «Voll geil!»
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